Wir zeigen einmal im Monat einen besonderen Film zu einem politisch- oder gesellschaftlich aktuellen Thema oder auch interessante und ausgefallene Spielfilme. Nach dem Film ist Zeit zur Diskussion bei einem Glas Wein und kleinen Snacks.

 


 

Der nächste Filmabend ist am Freitag, 14. Februar um 19.30 Uhr

 

Der letzte Film des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi, der selbst Theaterwissenschaft studiert hat, spielt ein weiteres Mal in der iraner Mittelschicht in Teheran. Diesmal geht es um ein Ehepaar, das eine neue Wohnung sucht. Beide sind Lehrer und spielen abends nebenbei in einem Theaterstück mit. Die von dem Paar gesuchte und gefundene neue Wohnung erweist sich (in beider Unkenntnis) als ehemalige Prostitutiertenbleibe – und so passiert eines Abends etwas Unvorhergesehenes. Wer nun wie für das Vorgefallene zur Verantwortung gezogen wird, spiegelt ein bisschen auch den iranischen Zerfall der Sitten bzw. die Misstände im heutigen Iran wider.

 

Vielleicht nicht zuletzt deshalb hat Farhadi für diesen Film die Auszeichnung „bester ausländischer Film“ bei der Oscarverleihung 2017 bekommen – er konnte aber wegen des von Trump verhängten Einreiseverbots für 7 muslimische Länder den Preis nicht entgegennehmen und wollte das auch nicht, selbst als man ihm freie Einreise versprach. Die iranische Zensur wollte ebenfalls den Film nicht für die Oscarnominierung zulassen mit der Begründung „der Film wäre nicht einheimisch genug“.

 


Zeit:

 

 

jeden 2. Freitag im Monat um 19:30 Uhr

 

Keine Anmeldung nötig