Hilfreiche Ideen und Hilfsangebote


Spielzeug wegräumen

Hier eine Idee aus dem „Spielzeug reduziertem Ansatz“

Viele kennen es aus eigener Erfahrung, im Laufe der Zeit häuft sich immer mehr Spielzeug im Kinderzimmer an, das Aufräumen wird schwierig, die Kinder verlieren den Überblick, und manchmal auch wir Eltern.

Hier hat sich eine einfache Idee bewährt. Immer mal wieder einzelne Spielzeuge, die im Moment kaum bespielt werden wegräumen. Am besten, wenn das Kind es nicht sieht, sonst kann es zu Diskussionen kommen. Meist vermissen es die Kinder nicht, falls doch, kann man erklären, dass das Spielzeug „eine Pause braucht, und bald zurück kommt“.

Nach 2-3 Wochen kann das Spielzeug zurückkommen. Oft wird es dann freudig begrüßt, und wie neues Spielzeug bespielt. Nun kann ein anderes Spielzeug „in die Pause gehen“….


Himmelsbilder

ab ca. 4 Jahren

Material: eine Decke, Sonnenbrillen, Zeit, Phantasie

 

Gerade jetzt im Sommer gibt es immer eine interessante Wolkenbildung am Himmel. Nehmt Euch mal die Zeit und legt Euch mit Eurem Kind auf eine Decke und beobachtet den Himmel mit seinen Wolken. In welche Richtung ziehen die Wolken? Ziehen alle gleich schnell? Gibt es mehrere Wolkenschichten? Könnt Ihr vielleicht ein Tier entdecken oder ein Gesicht? Wie verändern sich die Wolken mit der Zeit? Sprecht darüber mit Eurem Kind, was Ihr seht. Stellt Fragen und genießt die gemeinsame kleine Auszeit, die entspannt, die Phantasie anregt, Gespräche ermöglicht und Nähe schafft. Das Ganze geht auch alleine oder zu zweit mit dem Partner.

Bitte die Sonnenbrille nicht vergessen, um die Augen zu schützen.

 


Diskurs: Handy-Nutzung während Corona

Neue Untersuchungen zeigen, dass während des Corona-Lockdowns die Nutzung von digitalen Geräten bei Kindern stark gestiegen ist. Es gibt auch verschiedene Angebote, die speziell für Kinder am Handy konzipiert sind, wie beispielsweise https://www.kikaninchen.de/ .

In vielen Familien wurde der Medienkonsum der Kinder verstärkt zum Gesprächsthema. Auch wir wurden vor die Herausforderung gestellt, wie viel Zeit am PC und Handy wird den Kindern zugestanden.

Die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ hilft Familien bei der Medienerziehung. Wir möchten euch daher auf die Informationen der Website https://www.schau-hin.info/service/materialien hinweisen. Hier gibt es viele Informationen für Eltern zu allen möglichen Themen im Bezug zur Mediennutzung ihrer Kinder.

Außerdem haben wir mal bei den Familien, die das Zentrum besuchen, nachgefragt, ob und in welchem Alter denn Handynutzung der Kinder in den Familien thematisiert wird.

 

Wir möchten euch gerne die Aussagen nach Alter sortiert vorstellen:

Erfahrungen ca. 10 Monate bis 1 Jahr

  • "Um Kontakt mit der Familie und den Großeltern zu halten, ist das Handy für uns wichtig geworden."
  • "Ich versuche, das Handy nicht vor dem Kind zu benutzen."
  • "Wir machen kein großes Thema aus dem Handy, wenn der Kleine es mal kurz die Hand nimmt, ist es ok, dadurch, dass wir das nicht kommentieren, ist es auch gar nicht interessant. "
  • "Im Auto hat uns das Handy oft schon zur Ablenkung geholfen. "
  • "Das Handy ist kein Tabu für die Kleine, wenn ich mal etwas machen muss, darf sie sich zur Ablenkung ein Video anschauen, aber dann ist auch wieder gut."
  • "Beim Wickeln hilft mir das Handy, um den Kleinen abzulenken. "
  • "Ja, teilweise sieht meine Tochter das Handy - glaub ich - als Spielzeug, aber sie bekommt es nicht an, deswegen hat sie es nur zum Erkunden in der Hand und legt es dann auch wieder weg."

 

Erfahrungen im Kindergartenalter

  • "Während dem Essen hat es sich (leider) bei uns eingebürgert, dass unsere Tochter ein Video auf dem Handy schauen darf, weil wir gerne auch in Ruhe essen wollen, und sie sonst nie sitzen geblieben ist." (Tochter 4 Jahre)
  • "Zusammen Fotos und Videos anschauen von der Familie finden wir völlig in Ordnung, um sie mal zu beschäftigen, wenn ich zum Beispiel kochen muss."(Tochter 3 Jahre)
  • "Um Kontakt zu den Großeltern zu halten, brauchen wir das Handy."(Familie mit 2 Kindern)
  • "Wenn man das Kind mal Ablenken muss, zum Beispiel bei einer Spritze beim Kinderarzt oder wenn es traurig/wütend ist, machen wir manchmal Fotos und bearbeiten die am Handy mit lustigen Filtern."(Tochter 3 Jahre)
  • "Wir möchten, dass unsere Kinder nichts mit Werbung schauen, deswegen sind gewisse Streamingdienste sehr praktisch, da das ohne Werbung und altersgerecht möglich ist."(2 Töchter)
  • "Ein verantwortungsbewusster Umgang ist uns wichtig, aber das sollte jeder für sich selbst entscheiden können, ohne schlechtes Gewissen. "(Sohn 3 Jahre, Tochter unter 1 Jahr)
  • "Wenn man es ganz verbietet, ist die Gier danach viel größer. "
  • "Ruhig stellen in Situationen, wo man nicht mehr kann, ist für mich ok, man ist selbst auch nur ein Mensch. (z.B. Wenn man wieder schwanger ist)."(Sohn 3 Jahre)
  • "Wenn das Wetter gut ist, sollten die Kinder raus und sich bewegen. Bei schlechtem Wetter ist auch Handy schauen ok, um für sich auch mal eine Pause zu schaffen."(Mutter, 2 Kinder)
  • "Mein Kind fordert es auch manchmal ein, so lange es in Maßen ist, ist es ok. Bewegung und frische Luft sollten überwiegen."

In der nächsten Woche stellen wir euch noch ein sehr ausführliches Statement einer Mutter vor, die Wert darauflegt, dass ihre Kinder möglichst keine Zeit am Smartphone verbringen.

 

Wir freuen uns, wenn ihr den Input zum Anlass nehmt euch weiterführend auf https://www.schau-hin.info/service/materialien zu informieren und in eurer Familie über Medienkonsum zusprechen.


Diskurs: Handy-Nutzung für ältere Kinder

In der letzten Woche haben wir bereits verschiedene Statements von Müttern kleinerer Kinder vorgestellt. In dieser Woche möchten wir auf die Mediennutzung älterer Kinder eingehen. Die Stadt München stellt eine Informationsbroschüre online zur Verfügung, auf die wir sehr gerne verlinken: https://www.muenchen.info/soz/pub/pdf/581_Medienwelten.pdf

 

Zusätzlich möchten wir euch ein längeres Statement einer Mutter vorstellen:

 

Handy, Tablet und Co.., wie wir das in unserer Familie so machen:

Fast jeder Erwachsene von uns hat ein Handy und unsere Kinder wachsen unweigerlich damit auf. Trotzdem finde ich, muss man einen Weg finden, die Nutzung solcher Medien sinnvoll zu gestalten.

Mein Mann und ich haben da sehr unterschiedliche Ansichten, und das ist der erste Punkt, den man als Eltern erstmal klären muss, und schon da ist vielleicht der ein oder andere Kompromiss nötig, denn ein ewiges Diskutieren über das Thema legt viel zu sehr das Augenmerk darauf und macht es nur noch interessanter für die Kinder.

Zum Thema Handy war es für uns sehr einfach, da wir die gleiche Einstellung dazu haben.

Die Kinder sehen überall bei ihren Freunden, dass sie durchaus schon in der 1. Klasse ein Handy bekommen, damit sie erreichbar sind, oder sich zu Hause jederzeit melden können. Doch ist das wirklich richtig? Immer erreichbar sein zu müssen? Nein...wir haben mit den Kindern gesprochen für was ein Handy eigentlich da ist...und hauptsächlich ist es zum Telefonieren da und zwar wenn es notwendig ist, zum Beispiel, weil man länger und weiter weg ist, da das in der Grundschule bei uns nicht der Fall ist, haben die Kinder verstanden, dass sie dafür kein Handy benötigen...."Aber alle haben eins...", ist dann irgendwann das Argument der Kinder, aber auch da haben wir Eltern die gleiche Einstellung in (möglichst) jeder Hinsicht...wir vergleichen nicht was andere haben und man sollte auch nichts wollen, weil andere es haben, sondern, weil man es braucht.

Viele Klassen organisieren sich über WhatsApp,aber wir haben uns dagegen entschieden und haben beide kein WhatsApp, es gibt immer liebe Eltern, die einen auf dem Laufenden halten, sollte doch mal etwas sehr Wichtiges dort kommuniziert werden (was ehrlich gesagt nicht oft vorkommt,da Wichtiges immer über Elternbriefe weiter gegeben wird). Und was WhatsApp oder YouTube für Kinder angeht, ist ganz leicht erklärt, dass laut Nutzungsbedingungen das Kind mindestens 13 Jahre alt sein muss, zu Recht, da man eine gewisse Reife braucht, um damit umzugehen.

Mit der 4. Klasse waren die Ausflüge nun aber doch mal allein und weiter weg und deswegen haben wir uns ein " Notfallhandy" angeschafft...eines was tatsächlich nur telefonieren und SMS schreiben kann. Dieses hat unsere Tochter dann zu gegeben Anlass mitbekommen, damit sie uns erreichen konnte. Wir haben ihr die Funktionen erklärt und das es wichtig ist auch am Telefon höflich zu sein, so als ob man jemanden gegenübersteht, auch für SMS gilt das...überleg immer: würdest du das, was du schreibst, auch jemanden direkt sagen.

Mit 11 hat unsere Tochter nun ein eigenes Handy bekommen, damit wir den Umgang noch etwas üben können, bevor sie auf die weiterführende Schule geht. Sie hat Nummern mit Freunden ausgetauscht, die sie auf Grund des Schulwechsels nicht mehr sehen wird, gelegentlich telefoniert oder schreibt sie einer Freundin, aber die Erklärungen der letzten Jahre haben Früchte getragen, sie nutzt das Handy nur, wenn es notwendig ist, für Fotos hat sie eine Kamera und oftmals liegt das Handy nur im Schrank, der außerhalb des Kinderzimmers ist, denn im Kinderzimmer ist Handy freie Zone. Sie hat eine Prepaid-Karte, damit sie versteht, dass jedes Telefonat auch Geld kostet und den finanziellen Aspekt somit auch versteht, und sie kann nicht mit dem Handy ins Internet.

Unser Sohn (9) bekommt auch nur das " Notfallhandy" mit, wenn es notwendig ist und auch das klappt super.

Wenn die Kinder gerne auf YouTube ein Video anschauen möchten, wissen sie, dass sie uns das jeder Zeit fragen können und dann schauen wir es erstmal gemeinsam an und reden auch darüber, wie sinnvoll war das jetzt wirklich, was zeigt das Video oder wenn es zum Beispiel von einer Freundin reingestellt wurde, was für einen Eindruck hinterlässt das und wie wird sie wohl in 10 Jahren darüber denken.

Fazit für uns: Uns war wichtig, dass die Kinder einen vernünftigen Umgang mit dem Handy erlernen, selber kritisch darüber nachdenken und nicht die ganze Zeit am Handy hängen. Bei unserer Großen ist es bis jetzt super gelungen, unser mittlerer Sohn wird deswegen genauso behutsam an den Umgang mit dem Handy herangeführt (da ein völliges ausblenden definitiv nicht sinnvoll ist, da es ein sehr präsentes Thema ist) und für unsere Kleinste ist das Handy nur präsent, wenn sie mal mit Oma telefoniert, aber sonst eigentlich nicht (höchstens wenn ich mal ein Foto mit meinem Handy gemacht habe, die ich aber regelmäßig als Fotobücher entwickeln lasse, damit sie sich anschauen kann).


Spiele für Wartezeiten

Ab ca. 4 Jahre

 

Tiere raten

Ein Spieler denkt sich ein Tier aus. Der andere Spieler muss nun durch seine Fragen herausfinden, um welches Tier es sich handelt. Ist es klein? Hat es ein Fell? Lebt es im Wasser? Haben wir es schon einmal in echt gesehen? Es dürfen nur Fragen gestellt werden, die sich mit ja und nein beantworten lassen. Wer das Tier erraten hat, darf weitermachen. Das Spiel kann natürlich auch mit mehreren, ratenden Spieler gespielt werden.

Dieses Spiel lässt sich überall spielen, im Auto, bei einer Wanderung, im Wartezimmer beim Arzt usw. Immer, wenn die Stimmung kippt und das Kind zu quengeln anfängt, ist es eine super Abwechslung. Nebenbei ist eine wunderbare Konzentrationsübung, denn alle Antworten müssen ja gespeichert werden, um zum Ziel zu kommen

 

„Ich sehe was, was Du nicht siehst…“

Ein Spieler wählt für sich einen Gegenstand in der Umgebung aus und verrät dem Mitspieler nur die Farbe und sagt also zum Beispiel: „Ich sehe was, was Du nicht siehst, und das ist rot.“ Nun muss der Mitspieler durch Fragen herausfinden, um welchen Gegenstand es sich handelt. Anschließend wird gewechselt.

Ein Klassiker unter den Ratespielen, der immer dann funktioniert, wenn man an einem festen Platz ist, zum Beispiel an der Bushalte-Stelle oder im Wartezimmer beim Arzt.


Neu: Interaktive Web-Coachings für Familien auf familienland.bayern.de 

Ein Angebot des Bayrischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Hier die Einladung dazu mit genaueren Informationen des Ministeriums:

Familien waren und sind in der Corona-Pandemie ganz besonders gefordert. Auch die schrittweise Rückkehr ins „normale“ Familien-, Kita-, Schul- und Berufsleben ist eine Herausforderung. Mit unseren Web-Coachings familienst@rk möchten wir Familien in Bayern begleiten und unterstützen, ganz besonders (aber nicht nur) während der Corona-Krise.

Wir freuen uns, Familien mit unseren interaktiven Web-Coachings zur Seite zu stehen: Eltern erhalten praktische Tipps rund um Familie und Erziehung. Wir diskutieren im Studio mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, wie z.B. Erziehung oder Medien. Alle Studiogäste sind Familien-Profis. Sie kennen den Alltag und die Belastungen von Eltern, Kindern und Jugendlichen – und können mit konkreten Infos und Tipps unterstützen. Eltern können ihre Fragen im Live-Chat direkt einbringen.

Wir starten am Donnerstag, den 23.07.2020, um 19 Uhr mit einem ca. 45-Minuten Live-Stream zum Thema „Von Fake News bis Zock-Zeit: Familie & Medien im Ausnahmezustand“ auf familienland.bayern.de.

Unser Studiogast und Familien-Fachfrau ist Frau Dr. Susanne Eggert vom Institut für Medienpädagogik (JFF). Mit ihr sprechen wir in unserem ersten familienst@rk Web-Coaching über Mediennutzung und stellen ihr die Fragen der Eltern: Von Fake News bis Zock-Zeit, egal ob aktuelle Corona-Tipps oder altersgerechte Spielregeln für den Medienkonsum, unser Thema ist alles, was den Eltern rund um Medien auf den Nägeln brennt.

Weder Anmeldung noch Registrierung sind für die Teilnahme erforderlich. Also gerne einfach kostenfrei reinschauen auf familienland.bayern.de und mitmachen!


Der Baby-Timer – ein neues Angebot des Familienministeriums

Ab sofort stellt das Bayerische Familienministerium auf seiner Website www.schwanger-in-bayern.de als zusätzliches Serviceangebot den Baby-Timer zur Verfügung.

Zeitlich strukturiert zeigt der Baby-Timer in kurzen Textbeiträgen Infos zu allen wichtigen Terminen, die in den einzelnen Schwangerschaftswochen, nach der Geburt und bis zum dritten Geburtstag des Kindes zu beachten sind.

Wann fallen welche Vorsorgeuntersuchungen an?

Wann beginnt der Mutterschutz und wie lange dauert er?

Wann sollte der Antrag auf Elterngeld gestellt werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen, sowie Links zu weiterführenden Infos finden sich im neuen Baby-Timer

http://www.schwanger-in-bayern.de/


Positive Sprache – wie mein Kind mich besser versteht

 

Kommunikation mit Kindern kann herausfordernd sein. Oft hat man den Fokus auf dem, was das Kind „nicht“ tun soll, anstatt klar zu sagen, was das Kind machen soll. Zum Beispiel ermahnen viele ihre Kinder mit „spring nicht in die Pfütze…“ und wundern sich dann, dass das Kind genau das tut, was man nicht wollte. Kinder hören oft das Wort „nicht“ nicht, und verstehen es als Aufforderung, z.B. in die Pfütze zu springen.

Doch was kann man dagegen machen?

Ein pädagogischer Ansatz ist die positive Sprache. Hier wird versucht, Aufforderungen positiv zu formulieren.

 

Hier einige Bespiele:

Nicht rennen

Hör auf so einen Lärm zu machen

geh nicht über die Straße

hört auf zu streiten

pass auf, dass du nicht hinfällst

jetzt ist Schluss mit Fernsehen

nicht aufheben

Pass auf, dass du nicht runter fällst

Nicht kleckern

lauf bitte langsam

spiel bitte leise

bleib stehen, bis ich komme

hört euch gegenseitig zu

lauf bitte vorsichtig

jetzt spielen wir etwas zusammen

lass es liegen

klettere vorsichtig

esse aufmerksam, vorsichtig


Dies kann eine Hilfe sein, das Kind zu stärken. Es wird mit positiven Signalen versucht, mit dem Kind in den Dialog zu kommen. Auch das Selbstbewusstsein wird gestärkt, dem Kind wird etwas zugetraut.


Vorlese-Höhle
sobald das Kind sitzen kann

Ihr braucht: 1 Tisch oder vier Stühle, mehrere Decken und Kissen, 1 Buch

Mit den Decken hüllt Ihr den Tisch ein. Verwendet Ihr die Stühle, dann stellt diese paarweise gegenüber auf, sodass die Sitzflächen nach außen weisen und in der Mitte ein freier Raum entsteht. Der Boden wird mit den Kissen gepolstert.
Kinder ab 1,5 Jahren können da schon mithelfen. Dann ein oder mehrere Lieblingsbücher raussuchen und sich zusammen in die Höhle zurückziehen. Aneinander kuscheln und die Zeit beim Bilder anschauen und vorlesen genießen. Durch die Höhle wird auch im Alltag etwas Ungewöhnliches geschaffen, was Kinder spannend finden.

Vorlesen hat viele Vorteile: Ihr könnt anhand des Buches mit dem Kind sprechen, das fördert die Sprachentwicklung. Den engen Körperkontakt lieben viele Kinder, sie fühlen sich geborgen. Es entsteht eine beruhigende Atmosphäre, so kommen die Kinder runter und können entspannen.


Der imaginäre Mitbewohner Otto

 

Wenn eine gereizte Grundstimmung herrscht, dann schimpft man häufig übermäßig und zieht die Stimmung noch weiter in den Keller. Da kann es helfen, wenn man einen imaginären Mitbewohner stattdessen ausschimpft.

 

Wenn die Wohnung schon wieder komplett chaotisch ist, kann es helfen - anstatt die Familie anzumeckern -  zu sagen: "Mensch, Otto hat hier schon wieder so viel Unordnung gemacht! Könnt ihr mir helfen, dieses Chaos von Otto zu beseitigen?" Dadurch ist die Stimmung nicht direkt auf dem Tiefpunkt, aber das blöde Chaos vom Otto wird trotzdem aufgeräumt.

 

Wir wünschen Euch viel Spaß dabei, Euch einen eigenen imaginären Mitbewohner auszudenken!


Entdeckungsreise vor der Haustür

Ab ca. 1 Monat, je älter die Kinder sind, desto aktiver nehmen sie teil

 

Es fällt Jung und Alt leichter, raus zu gehen, wenn Ihr den Spaziergang zu einer kleinen Entdeckungsreise macht:

Geht bewusst einen anderen Weg. Was könnt Ihr entdecken? Vielleicht eine Abkürzung, einen Park oder sogar einen Spielplatz? Oder wie wäre es mit einer „Foto-Safari“? Je nach Alter können die Kinder selbst Fotos mit dem Handy machen. Was sieht Dein Kind? Was ist Dir selbst aufgefallen? Schön ist es auch, wenn Ihr aus dem Spaziergang ein Suchspiel macht: Wer entdeckt die meisten Blumen und Blüten? Könnt Ihr Tiere entdecken? Was ist alles rot? Dadurch kann man in der eigenen Umgebung immer wieder Neues entdecken.

 

Versucht jeden Tag raus zu gehen, egal bei welchem Wetter. Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem, entspannt und macht gute Laune.


Rituale zur Schlafenszeit
Angepasst an das Alter des Kindes schon ab dem 1. Lebenstag möglich


Feste Rituale sind für unsere Kleinen (und Großen) beim Einschlafen ganz wichtig.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, um zur Ruhe zu kommen, wichtig ist, dass man die Zeit für das Zu-Bett-geh-Ritual nicht zu kurz ansetzt, denn gerade die Kleinen brauchen etwas Zeit, um "runter zu kommen".
Wie wäre es mit einer "Nackedeistunde"? Einen Raum – z.B. das Bad - schön warm heizen, ein großes Handtuch ausbreiten und dann das Kind ausziehen. Erstmal kann es sich "frei" bewegen, um das andere Körpergefühl zu genießen. Als nächstes am besten Zähne putzen, dann ist die „Arbeit“ schon mal erledigt (schau Dir dazu vielleicht den Beitrag zum Zähne-Putzen an). Dann kann man mit einer kleinen Massage beginnen. Dazu etwas Öl in den Händen verreiben und dann den Körper des Kindes von Kopf bis Fuß sanft kreisend massieren. Beruhigende Musik im Hintergrund unterstützt die Entspannung. Statt der Musik kann man auch kleine Reime zur Massage sprechen:
Sanft drücken und streicheln.
Der Haut liebevoll schmeicheln.
Den Rücken zärtlich durchkneten.
Leis´ in den Nacken trompeten.
Alle Muskeln aufweichen.
Und über die Schultern streicheln.
Fünf-Finger-Massage
(Jeweils 1 Finger führt sanft eine Bewegung aus)
Hier kommt der Wirbelsäulenläufer.
Jetzt kommt der Rückenklopfer.
Dann kommt der Nackenkrauler.
Sanft kommt der Haardreher.
Und zum Schluss – ganz sacht - kommt der Hautreiber.


Das zärtliche Streicheln tut gut und beruhigt, es vermittelt Nähe und Geborgenheit. Nach der Massage das Kind den Schlafanzug und den Schlafsack anziehen. Vielleicht noch ein kleines Büchlein vorlesen und zum Schluss ein Schlaflied singen oder abspielen, schön sind zum Beispiel Lalelu, Schlaf Kindlein, schlaf, Weißt Du wieviel Sternlein stehen…Probiert aus, was für Euch am besten passt, was Euch Spaß macht und dem Kind gut tut.


Zähneputzen

Viele Kinder haben wenig Lust darauf, Zähne zu putzen. Die Kleinsten haben sogar oft Schmerzen durch das Zahnen, so dass das Zähneputzen wirklich unangenehm sein kann. In diesem Fall hat sich eine besonders weiche Bürste bewährt, zum Beispiel Stage 1 von Oral B (die gibt es leider nur online). Aber egal, ob Dein Kind noch ganz klein oder schon etwas größer ist, Lieder haben sich beim Zähneputzen wirklich bewährt. So fällt das Ganze leichter, und auch die Zahn-Putz-Zeit ist lang genug. Wenn auch die liebste Puppe oder der Lieblings-Kuschel-Bär Zähneputzen muss, macht das vielen Kindern richtig Spaß, weil sie da selber aktiv werden können. Unter diesem Link http://natuerlichanna.de/die-besten-lieder-und-reime-zum-zaehneputzen/ findet Ihr verschiedene Lieder fürs Zähneputzen. Probiert aus, welches Eurem Kind besonders gut gefällt oder lasst es wählen, welches Lied heute gesungen werden soll. Viel Spaß damit!


Morgen-Briefing in der Familie

 

Gerade wenn wir viel zusammen zu Hause verbringen, ist es hilfreich, sich einen groben Überblick über den Tag zu verschaffen. Zum Beispiel am Ende eines Frühstücks kann jeder aus der Familie gefragt werden: „Was hast Du heute vor?“ Einer aus der Familie schreibt das auf. Wichtig ist dabei auch, die Mahlzeiten einzuplanen oder auch, was im Haushalt erledigt werden muss. Dann kann man aushandeln: Wer kann, was übernehmen bzw. bei Papa oder Mama mithelfen? Das klappt bei Kindern so ab 4 oder 5 Jahren teilweise schon ganz gut. Durch solche Gespräche kann das Verständnis für einander gefördert werden. Auch das Zusammenleben kann dadurch stressfreier und intensiver werden. Und beim nächsten Morgen-Briefing können wir gemeinsam kurz auf den vorigen Tag zurückschauen, was ist gestern super gelaufen, worüber habe ich mich gefreut und was können wir aus dem gestrigen Tag lernen und besser machen. Probiert es aus, es lohnt sich!


Nummer gegen Kummer

anonym und kostenlos - bei allen Fragen, Sorgen und Problemen

 

Nummer gegen Kummer e.V. (NgK) ist der Dachverband des größten kostenfreien, telefonischen Beratungsangebotes für Kinder, Jugendliche und Eltern in ganz Deutschland. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, für alle Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern und andere Erziehungspersonen Gesprächspartner zu sein, besonders dann, wenn andere fehlen. Junge Menschen finden somit telefonisch am Kinder- und Jugendtelefon – 116 111 und online bei der E-Mail-Beratung Rat, Hilfe, Trost und Unterstützung.

Müttern, Vätern oder Großeltern und anderen Erziehenden steht mit dem Elterntelefon – 0800 – 111 0 550 ebenfalls ein qualifiziertes Beratungsangebot zur Verfügung. Die Beraterinnen und Berater der „Nummer gegen Kummer“ sind erster Ansprechpartner für alle Fragen, Probleme und in besonders kritischen Situationen. Bei Bedarf öffnen sie den Weg zu weiteren Hilfen.

www.nummergegenkummer.de


Hilfetelefon

 

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung unterstützen wir Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte beraten wir anonym und kostenfrei.

www.hilfetelefon.de


Servicetelefon der Stadt München

 

Unter der Nummer 089-233-96833 bietet das Sozialreferat ein Servicetelefon als erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger an.

Das Servicetelefon ist von Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr erreichbar.


Familien-Notruf: Pestalozzistr. 46 Tel. 238 85 66 Hier kann sich jeder Hilfe holen, „kein Problem ist zu klein, um sich Hilfe zu holen“

 

Einkaufshilfe Christi Himmelfahrt einkaufshilfe@christi-himmelfahrt-muenchen.de oder Tel.: 089 2093 24 12

 

Elterntelefon: 0800 0550

 

Pflegetelefon: 030 2017 9131

 

Hilfetelefon „Schwanger in Not“ Tel.: 0800 404 0020

 

online-Elternberatung „Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V.“: www.eltern.bke-beratung.de Bundesweite, anonyme, kostenfreie und datensichere Beratung, täglich von 8-22 Uhr für Eltern mit kleinen und großen Sorgen rund um die Erziehung des Kindes.

 


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